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Montag, 8. März 2010

... and the oscar goes to

Letzte Nacht war es wieder einmal so weit:
Die Oscarverleihung fand statt!


Ich habe mir das ganze Spektakel leider - oder wohl eher zum Glück - nicht live angesehen, weiß aber von Aussagen einer Freundin, dass die Verleihung dieses Jahr nicht so schön war, wie z.B. im letzten.


Wenn ich mir die Oscargewinner anschaue, muss ich auch sagen, dass ich nicht so begeistert von den Ergebnissen bin...

Sehr entäuscht bin ich von Avatar.
Der Film hatte 9 (!!!) Nominierungen und nur drei Oscars bekommen - für Kategorien die, wie ich finde, nicht sooo gut sind, bzw. ungerecht, etc.

von Anfang an:


Bester Film

gewonnen hat Tödliches Kommando - The Hurt Locker (der Film hat übrigens mit 6 Auszeichnungen die meisten Gewinne aufzuzeigen)
auf dem 2. Platz - Avatar

Beste Regie
ebenfalls Tödliches Kommando - The Hurt Locker, Kathryn Bigelow
wieder auf dem 2. Platz James Cameron mit Avatar

Bester Hauptdarsteller
Jeff Bridges von Crazy Heart
George Clooney aus Up in the air auf dem 2., ich finde, er hätte den 1. verdient

Beste Hauptdarstellerin
Sandra Bullock aus Blind Side - Die große Chance - verdient!

Bester Nebendarsteller
Christoph Waltz aus Inglourious Bastards - der einzige Oscar für Deutschland

Beste Nebendarstellerin
Mo'Nique aus Precius - das Leben ist kostbar

Bester Animationsfilm
Oben
Coraline nur auf dem 2. Platz - sehr schade
genauso wie Küss den Frosch nur auf Platz 4 gelandet ist...

Bester fremdsprachiger Film
eine Enttäuschung für den sehr schönen deutschen Film Das weiße Band; letzter Platz!
gewonnen hat ein Film aus Argentinien

Bestes Szenenbild
Avatar - siehe da! Klappt doch noch! ein wirklich verdienter Sieg!
Schade für Das Kabinett des Dr. Parnassus, welcher nur den 2. Platz bekommen hat...

Beste Kamera
Avatar :]
auf dem 2. Harry Potter (VI) - hier kann ich selbst mich nicht entscheiden, welchen Film ich von der Kameraführung besser fand; ich würde sagen, sie liegen gleichauf...

Beste Filmmusik
fand ich am enttäuschesten.
gewonnen hat Oben;
auf dem 2. ist Avatar gelandet. Ich persönlich finde die Filmmusik von Oben zwar nicht schlecht, aber Avatars Musik um Welten besser!
Schade, dass Hanz Zimmer mit Sherlock Holmes nur auf dem 4. gelandet ist.

Bester Filmsong
gewonnen hat zwar The Weary Kind aus Crazy Heart, aber
Küss den Frosch hat gleich mit zwei Songs den 2. und 3. Platz belegt (Almost There und Down in Orleans)

Beste visuelle Effekte
noch einmal Avatar - das, was den Film wirklich ausmacht!

Dienstag, 26. Januar 2010

Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, ihr könntet die ganze Welt umarmen?

Jaah, so geht's mir gerade.
Sind gerade aus dem Kino zurück - habe den besten Film seit langem gesehen:


Pfeil und Bogen gegen Gewehr und Maschinen.
Indianer gegen die Weißen.

... eine eigentlich ganz simple Message,
die schon oft die Grundlage vieler Filme, Geschichten oder Songs war ...
... jetzt ganz neu verpackt, auf seine ganz eigene Art und Weise
(mich erinnert die Story sehr an Pocahontas).

Und es wird nicht nur die alte Indianer-Pfeil-und-Bogen-Geschichte wieder rausgeholt, nein.
Der Film spricht so viel in Politik und Gesellschaft an, nicht nur den Konflikt zwischen Indianern und Europäern.



Doch viel mehr als Message, war der Film ein echtes Erlebnis.
Kein einfacher Film, nein - ein Abenteuer, welches der Zuschauer direkt miterleben durfte.

Wunderschöne Landschaften, wieder einmal tolle Filmmusik (James Horner konnte ja bei Titanic schon überzeugen), recht einfach gestrickte Charaktere, die im Ganzen jedoch so aussergewöhnlich, so vielfältig erscheinen...
... beeindruckende Schauspieler (von wegen, Filme ohne "Starbesetzung" taugen nichts - hier haben wir unsere neuen Stars!), und wie ein Freund richtig sagte eine beeindruckende Sichtweise der Tiere.

Jedem, der ihn noch nicht gesehen hat, kann ich Avatar wirklich empfehlen.

Nachdem man nach den knappen drei Stunden (welche einem eher wie gute anderthalb vorkamen...) die 3D-Brille wieder abgenommen hatte, noch das wunderschöne Lied "I see you" von Leona Lewis genoss, das letzte Popcorn, welches in den letzten Filmminuten einfach vergessen wurde, aufmümmelte...
... erschien es so, als würde man aus einer ganz anderen Welt auftauchen.


Ein Freund fragte mich, ob ich wüsste, dass eines der ersten Drehbücher James Camerons dass zu diesem Film war.
Ich hatte schon davon gehört. Bereits im Jahre 1995 verfasste James Cameron ein erstes Drehbuch für Avatar und "ließ sich dabei nach eigener Aussage von so ziemlich jedem Science-Fiction-Roman inspirieren, den er als Kind gelesen hatte."
(Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora#Produktion)


Mein Freund daraufhin:

"Es ist ein bischen wie sein Lebenswerk finde ich.
Den Mut zu haben 300 Millionen in ein solches Projekt zu stecken, finde ich Wahnsinn.
Er hat sein ganzs Leben darüber nachgedacht.
Als Kind, die Science-Fiction Filme.
Generell.
Er hat es schon immer im Kopf gehabt, nur nicht gleich aufgeschrieben.
Es war damals zu abstrakt, vermute ich mal.
Und finanziell absolut irreal.
In seiner Lage.
Er musst erstmal etwas schreiben, das sich verkauft.
Ich bin gespannt, wie James Cameron sein Weltbild weiterspinnt."


Und er hat etwas geschrieben, das sich verkauft.
Der Film hat bis heute knapp 1,859 Milliarden Dollar eingespielt und somit schon in den knappen acht Wochen Laufzeit Titanic als den erfolgreichsten Film aller Zeiten abgelöst.


Faszinierend.