Samstag, 3. Januar 2015
Es war einmal...
...ein grauer, trister Samstagnachmittag, an dem ich alte Blogs, favorite Links, und Co. rauskramte -- und so durch Zufall auf einmal hier wieder gelandet bin.
Ein längst vergessener Schatz, den ich doch früher so behütet habe.
Leere Versprechungen konnte ich früher immer sehr gut machen -- daher ist dieses Versprechen nur für mich. Wann ich Zeit und Lust habe, wirre Gedanken, tolle Bilder oder einfach Inspiration aus dem www hier zu posten.
Auf ein Neues!
Mittwoch, 16. Juni 2010
Vienna Impressions
Ein kalter Wind zieht auf. Die Sonne, welche die Welt morgens noch ein wenig freundlicher erschienen ließ, gönnt sich eine kleine Pause hinter den Wolken.
Leises Wiehern und Hufgetrappel lässt mich aus meinen Gedanken hochschrecken. Abermals betätige ich den Auslöser meiner Kamera, abermals ein Lächeln des Kutschfahrers.
Wir schlendern ein Stück weiter, überqueren eine große Straße.
Unwirklich erscheint mir diese neue, andere, fremde Welt, in der Autos, Busse und Straßenbahnen herrschen.
Aus der schöne Traum. Ein Märchen, längst vergessen.
Jetzt erst wird mir bewusst, wie vielfältig diese Stadt doch ist, die ich schon nach einem Tag lieben gelernt habe.
Die Hofburg, der Stephansplatz und Graben – man fühlt sich wie eine Prinzessin auf ihrem Schloss. Im krassen Gegensatz dazu die neuen, großen, modernen Hochhäuser und Museen. Irgendwie absurd, ja fast schon pervers anzusehen. Und auf einer anderen Art und Weise faszinierend und perfekt zusammenpassend. Wäre es anders – es wäre nicht Wien!
Das Gelände wechselt abermals. Aus den Stadtrundfahrt-Bussen sind nun lauter kleine und große Mozarts geworden. Freundliche Herren, die uns mit Flyern in der Hand auf Englisch, Französisch und dem schönen wienerischen Akzent ansprechen. Ob wir heute Abend schon was vorhaben. Ich erhasche schnell einen Blick auf die Preise des Sinfonieorchesters. 50-250€ pro Karte. Dankend lehnen wir ab; wir wären heute Abend leider schon im Theater.
Als wir den kleinen Park durchqueren, kommt eine Frau auf uns zu. Türkischer Abstammung vielleicht. „Eine Blume für die Prinzessin“, sie drückt uns eine Rose in die Hand. Überrascht und begeistert nehmen wir an. Erst später zieht sie ein Bild ihrer Tochter hervor, zerknittert und verblichen. „Eine kleine Spende für neue Schuhe, bitte!“ Meine Freundin kramt unschlüssig 2€ aus ihrer Tasche und drückt sie der Frau in die Hand. Flehend wendet sie sich nun an mich: „2€ kostet eine Rose, bitte!“
Mein Mitleid verschwindet. Ich helfe gerne – mir steigen oft die Tränen in die Augen, wenn ich „solche“ Leute sehe. Aber wer auf solch eine dreiste Art und Weise versucht, Touristen abzuzocken – da hört auch mein Verständnis auf. Sie würde mehr Geld haben, hätte sie das Geld, welches sie für die Rosen ausgegeben hat, gespart. Mit einem „Tut mir Leid“ drücke ich ihr die Rose wieder in die Hand.
Die Blume meiner Freundin bleibt den ganzen Tag in meiner Tasche, am Abend im Hotel ist sie zu vertrocknet, um sie in eine Vase zu stellen und sich an ihr zu erfreuen.
Ihre einstige Schönheit, nun nur noch schlappe, welke Blütenblätter, dem Mülleimer geschenkt.
Donnerstag, 25. März 2010
von meinem Lieblingsschatz!
nachts,
zwischen 23.3. - 23 Uhr und 24.3. - 1 Uhr...
via
Mittwoch, 17. März 2010
Erinnerungen sterben nicht.
Denn wahrlich, wirklich sterben wir erst, wenn jede Erinnerung an uns verblasst, wenn unser Name nicht einmal mehr Schall und Rauch ist - erst dann sind wir gegangen - denn dann haben wir nie existiert.
Aber solange noch ein Mensch an uns denkt, - solange es nur eine Menschenseele gibt, die sich daran erinnert, wer wir gewesen sind - solange leben wir fort, in den Herzen unserer Lieben, in den Herzen derer, die unseren Namen nicht vergessen haben.
Ich werde immer bei dir sein, solange du an mich denkst… solange du nur an mich denkst…
Sonntag, 14. März 2010
Aber pissen kann ich gaaanz weit. Und du nicht. Mädchen können nämlich nur im Sitzen pissen!
gestern Abend eine herrlich schöne Geschichte gefunden:
"Ich kann schon lesen, du aber nicht", verhöhnte ich meinen Freund Jürgi, der mit mir auf meiner Schaukel saß.
"Pff, wer will schon lesen. Dafür kann ich weiter spucken als du."
"Nö, glaub ich nich. ICH bin die weltbeste Spuckerin, wetten?"
Ich knuffte Jürgi in die Seite und wir sprangen aus der Schaukel.
"Wetten, das nicht! Ich bin ja schon sechs und du erst fünf. Und außerdem bin ich ein Junge. Jungs können alles besser, sagt mein Papa."
"Haha, deshalb bist du auch nicht in die Schule gekommen. Ich wohl. Ich kann lesen UND weiter spucken."
Wir gingen zu unserem Kelleraufgang und stellten uns oben auf die Mauer. Jürgi sammelte konzentriert seine Spucke im Mund. Er zog die Backen ein, kaute und saugte. Dann holte er tief Luft und spuckte in einem weiten Bogen auf die Treppe. Ein weißer, schaumiger Klecks landete auf der vierten Stufe von oben.
Das war weit. Das musste ich überbieten. Ich sammelte Spucke aber es kam nicht viel zusammen. Also zog ich geräuschvoll die Nase hoch und zog noch einen Haufen Rotz in den Rachen. Ich schaute angespannt auf die zweite Stufe. Die wollte ich treffen! Ich atmete tief, tief ein und schleuderte meine Spucke raus.
"Ha, die dritte Stufe! Ich hab gewonnen!" jubelte ich.
Jürgi war jetzt stinkig und ich konnte sehen, wie er grübelte.
"Pah, eine Stufe ist nicht so viel weiter. Aber pissen kann ich gaaanz weit. Und du nicht. Mädchen können nämlich nur im Sitzen pissen!"
"Blödmann. Mädchen können wohl im Stehen pissen. Hab ich schon oft gemacht", log ich ihn frech an.
"Na los, dann beide zusammen." Jürgen fummelte seinen Pimmel aus der Hose und schwenkte ihn stolz hin und her.
Ich ließ meine kurze rote Lederhose und den Schlüpfer auf meine Knöchel rutschen. Drückte den Rücken durch und konzentrierte mich auf meine Blase. Die war ganz schön voll.
Wir zählten: "Eins, zwei, drei" und dann pinkelten wir gemeinsam in das Kellerloch. Ich schob meinen Hintern so weit es ging nach vorne und pisste einen schönen Bogen bis auf die zweite Stufe von unten. Jürgis Strahl ging in einem hohen Bogen in die Luft und landete auf der ersten Stufe von unten.
"Gewonnen! Gewonnen!" schrie ich begeistert und hüpfte vor Freude auf und ab.
Da öffnete sich plötzlich unser Wohnzimmerfenster, das genau über dem Kellereingang lag. Meine Mutter schauten entsetzt auf meinen nackten Hintern und auf Jürgis Pimmel.
"Marion Jutta!!! Was tust du da?"
Oh wei, wenn sie Marion Jutta sagte statt Maju, dann konnte ich was erleben, das war mal klar.
"Zieh SOFORT die Hose hoch! Was seid ihr denn für Ferkel. Na warte, wenn ich das Papa erzähle. Du kommst auf der Stelle ins Haus!"
Wütend knallte Mama das Fenster zu.
"Mist, Mist, warum muss sie denn jetzt aus dem Fenster gucken", fluchte ich.
Jürgi sah mich mitleidig an und stopfte seinen Pimmel zurück in die Hose. "Jetzt kriegst du Ärger, was?"
"Is nich so schlimm. Bis Papa kommt, hat sie sich wieder eingekriegt. Papa schimpft fast nie mit mir. Der wollte sowieso, dass ich ein Junge werde. Und wenn ich ihm sage, dass ich beim Weitpinkeln gewonnen habe, ist er bestimmt stolz auf mich."
Dann ließ ich Jürgi stehen, ging ins Haus, in dem Mama schon mit dem roten Teppichklopfer auf mich wartete.
via
Samstag, 13. März 2010
So ist das eben.
Und ich sehe zu, wie das Leben aus ihm herausfließt.
Ohne Angst, ohne Mitleid, ohne Ekel.
So ist das eben.
Ich sehe einem Mann zu, der geht.
Und der weiß, wohin.
Montag, 21. Dezember 2009
Stop it, damn.
... gewidmet der mir sehr ans Herz gewachsenen Ryoko.
Weil sie mich immer wieder zum Lächeln bringen kann.
Weil ich mit ihr über alles reden kann - auch über den größten Schwachsinn.
Und weil sie so wundervolle Texte schreibt.
Stop it, damn.
(but please don't stop writing. :]
Franzi <3>

